Nässe-Sensoren im Holzbau

Ein wertvoller Baustoff braucht besondere Kontrolle

Die Holzbauweise liegt im Trend. Innerhalb weniger Jahre hat sich Holzbau bauvorhabenübergreifend zur echten Alternative zu „Mainstream-Massivbauten“ entwickelt. Ob Kitas, Wohnhäuser, Hotels oder Büros: Immer mehr Bauherren entscheiden sich für den nachhaltigen Baustil. Doch der nachhaltige Baustoff bietet auch Risiken. Um potentielle Schimmelherde erst gar nicht entstehen zu lassen bietet ein Berliner Sensorhersteller jetzt eine maßgeschneiderte Lösung an, mit der man Nässe im Holzbau früh- und rechtzeitig erkennen kann.

Holz wird zum Standard

Dass es sich bei Holzbau um mehr als nur einen Hype handelt, zeigen die nackten Zahlen: Deutschlandweit erhöhte sich im Jahr 2017 der Anteil an Häusern mit überwiegendem Holzbauanteil deutschlandweit auf 17,6 % aller erteilten Baugenehmigungen. Vor allem in Baden-Württemberg liegt die Holz-Quote hoch: Rund jedes dritte Bauvorhaben wird mit dem Naturbaustoff realisiert. Was vor allem im Wohnungsbau begann, erstreckt sich mittlerweile auch maßgeblich auf den so genannten „Nicht-Wohnbau“: Gebäudetypen wie Kindergärten und Freizeitheime aber auch gewerbliche Bauten wurden bereits in 2016 zu rund 20% mit Holz realisiert. Tendenz: steigend.

Ein wertvoller Baustoff braucht besonderen Schutz

Die Attraktivität und die damit verbundene hohe Nachfrage führt allerdings aktuell zu einer Verschärfung der Materialknappheit, die in Post-Corona-Zeiten zwar auch andere Baustoffe betrifft, sich beim Rohstoff Holz allerdings besonders spürbar niderschlägt. Was auch ohne Weltmarkt-Nachfrage klar ist: Holz ist wertvoll. Und Holzbauten bedürfen auch deshalb besonderen Schutz.

Neben den vielen Vorteilen (Langlebigkeit, Nachhaltigkeit, Rohstoffbewußtsein, Flexibilität, Ästetik) sind nämlich auch potentielle Risiken zu bewerten. Das größte Problem für das Holz: Wasser – und damit verbunden: Schimmel.

Die Risiken

Laut Experteneinschätzung sind zehn bis 20 Prozent aller in der modernen Leichtbauweise mit Holz gefertigten Neubauten von Schimmel befallen – und das meist ohne dass es die Bewohner bemerken. Besonders betroffen: Holzriegelbauten im Fertigteilsektor, die mit Wasserschäden besonders häufig zu kämpfen haben. Die oft unentdeckte Feuchtigkeit breitet sich über einen längeren Zeitraum in den Wänden aus.

Die häufigsten Schadensursachen: Leitungsgebrechen, Fehler bei den Abdichtungen mangelhafte Dampfsperrenanschlüsse, die zu Kondensatschäden führen. Der Dominoeffekt, den wir auch von klassichen Flachdachdämmungen kennen, spielt sich genauso im Holzbau ab. Die Leitungen und Rohre im Fertigteilbau verlaufen in vorgefertigten Kanälen in Wandhohlräumen. Schäden, die hier entstehen, werden über längere Zeit übersehen – das Dämmmaterial saugt sich zunächst mit dem austretenden Wasser voll, bevor es an der Wandverschalungen sichtbar wird.

Sobald sich hier Wasserschäden bilden, sind dem Wasser buchstäblich Tür und Tor geöffnet. Die Folge: Das Wasser sucht sich unkontrolliert seinen Weg und führt z.B. Gipskartonplatten für großflächigen Schimmel. Sobald OSB- und Span-Platten durchfeuchtet sind, gibt es kein zurück mehr. Eine Trocknung ist hier nicht möglich, nur ein Austausch und ein damit verbundener kostenintensiver Rückbau kommt in Frage.

Wenn nach derartigen Wasserschäden nur noch statisch relevanten Massivholzbauteile stehen bleiben, aber ein Großteil der sonstigen Holzelemente ausgetauscht werden müssen, zerfließen sämtliche Vorteile der Holzbauweise.

Warum Nässe für Holz eine besondere Gefahr darstellt

In den Wandkonstruktionen eines Holzhauses sind in der Regel Dämmstoffe verbaut. Wenn diese sich mit Wasser vollsaugen, sind sie nur schwer zu trocknen. Einer der Gründe: Die luftdichte Bauweise. Diese sog. Luftdichtheitsebene sorgt aber im Umkehrschluss auch dafür, dass die Wände nur relativ schlecht trocknen.

Neben den vielen Vorteilen (Langlebigkeit, Nachhaltigkeit, Rohstoffbewußtsein, Flexibilität, Ästetik) sind nämlich auch potentielle Risiken zu bewerten. Das größte Problem für das Holz: Wasser – und damit verbunden: Schimmel.

Der Faktor Zeit: Rechtzeitig handeln!

Das grundlegende Problem bei Wasserschäden im Holzbau ist der Zeitpunkt. Wenn der Schaden sichtbar ist, ist es schlicht schon zu spät. Je früher Gegenmaßnahmen wie lokale Trocknungen ergriffen werden können, desto größer die Chance flächendeckende Rückbaumaßnahmen zu vermeiden. Nur wie entdeckt man Nässe im Holzbauteil, wenn sie von außen nicht sichtbar ist und zufällige Öffnungen kontraproduktiv sind?

So machen Sie Ihre Holzkonstruktion smart

Die Lösung liegt näher als man glaubt. In unserem normalen Leben haben sich Sensoren zur ständigen Überwachung und Schadensprophylaxe längst durchgesetzt und sind als integrierter Bestandteil unseres digitalen Alltagslebens nicht mehr wegzudenken. Sensoren in der Wohnung erkennen Rauchentwicklung und warnen uns durch akustische Signale, sobald Gefahr im Verzug ist. Sensoren in der Armbanduhr messen den Herzschlag und prüfen, ob Vorhofflimmer-Episoden erkannt werden. Sensoren auf Flachdächern in Massivbauweise erkennen Nässe in ihrer Umgebung und können punktgenau vom Dachdecker überprüft werden.

Genau diese Technik ist nun auch für den Holzbau verfügbar. Die Firma HUM-ID bietet mit ihren neuartigen Sensoren KD1 eine kostengünstige Möglichkeit an, Nässe in Holzkonstruktionen zu detektieren. Kam der Sensor WD1 vor allem in klassischen Warmdächern zum Einsatz, bietet der neue mit einem speziellen leitfähigen Vlies ausgestattete KD1 genau die Nässe-Sensitivität, die Holzbauten brauchen.

„Unsichtbare“ Sensoren im Fertigbauteil

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, den Holz-Neubau gegen unentdeckte Nässe abzusichern. Entweder man integriert die Sensoren direkt auf der Baustelle, oder man stattet bereits die Fertigbauteile mit den intelligenden Chips aus. Genauso geht Rubner Holzbau vor. Der Pionier im Holzbau stattet bereits ab Werk seine Holzbauteile mit den HUM-ID Sensoren aus. Die Elemente lassen sich dann später per Software zu einem Bauvorhaben zuordnen und Stück für Stück jederzeit mit einem Hand-Lesegerät auf Nässe überprüfen.

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