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Push The Button – Amazon macht ernst mit dem Internet Der Dinge

By Juli 31, 2015 No Comments

Der Dash Button sieht aus wie eine Haustürklingel. Man klebt den von Herstellern gebrandeten Knopf an seine Waschmaschine, seinen Espressoautomaten oder den Rasierapparat und kann per Knopfdruck Waschmittel, Kaffeepads oder Rasierklingen nachbestellen. Was wie eine Mischung aus Schnaps- und Weltidee klingt, ist nichts anderes als die erste wahr gewordene Vision des Internet der Dinge.

April, April? Cleveres Marketing

Auch die Leute von Amazon schienen von dem Konzept des Einknopfsknopfs gleichermaßen begeistert wie irritiert gewesen zu sein. Also lancierten sie die Einführung des Buttons sinnigerweise am 1. April. Mit dem Effekt, dass nicht nur Nischenwebsites darüber berichteten, sondern auch die Breitenmedien sich dankbar der Thematik annahmen. Aprilscherz oder nicht – so der Subtext der News.

18 Hersteller, 5 Dollar, 1 Button

Mittlerweile ist klar, dass es Amazon mit dem Nachbestellknopf ernst meint. Gestern wurde die Produktwebseite gelauncht. 18 namhafte Hersteller kooperieren mit Amazon und bieten die kleinen Knöpfe jeweils mit ihrem Logo an. Für runde 5 Dollar kann man sich die selbstklebenden Dinger bestellen – sofern man in den USA wohnt und sofern man Prime Kunde ist. Die Käsenudelpackungen gehen zu Neige? Ein Knopfdruck auf den Mac & Cheese Button von Kraft und schon ist die nächste Lieferung unterwegs. Macht ja auch Sinn: Wer regelmäßig ein 1000 Kalorien-Fraß verspeist, der kann sich auch das Verbrennen der Kalorien für den Weg zum Laptop oder den Griff zum Smartphone sparen.

Dash Button Amazon

Warum der Knopf clever ist

Noch ist unklar, inwiefern das Konzept auch auf weitere Hersteller und andere Länder ausgedehnt wird. Aber das breite Repertoire und die großen Markennamen, die jetzt zum Verkaufsstart mitmachen, lassen darauf schließen, dass es sich beim Dash Button um mehr als nur ein Experiment handelt. Damit folgt Amazon seiner Quick-to-market Strategie. Auch der Amazon Echo, der Orwell fürs Wohnzimmer, wurde rasant schnell in den Markt gedrückt. Der Internethändler sammelt lieber Erfahrungen am Markt statt im Labor, auch auf die Gefahr hin, zu floppen. Was macht nun den Reiz des Buttons aus? Nun ja, ganz einfach – wie das folgendes interaktives Beispiel zeigt:

Und? Haben Sie geklickt? Natürlich! Denn einen Knopf zu drücken macht Spaß. Es ist einfach. Es ist befriedigend. Es erzielt einen Effekt. Den Effekt den Amazon damit erzielen will? Umsatzsteigerung, natürlich. Wiederkaufrate erhöhen, klar. Aber das ist noch nicht alles.

Kaufentscheidung

Als Materie gewordenes Bindestück zwischen Konsument und Produkt in den eigenen vier Wänden des Käufers sichert sich der Konzern damit eine Schlüsselstelle. Und macht damit nichts anderes als das, was Amazon schon immer gemacht hat: Den Weg vom Konsumenten zum Hersteller verkürzen und durch das Grundprinzip Einfachheit den Kaufentscheidungsprozess in diesem Fall nicht nur zu beschleunigen, sondern eigentlich gleich ganz zu tilgen.

Wird der Nachbestellknopf ein Erfolg?

So überzeugend das spielerische Element des neuen Produkts ist und so zwingend das Geschäftsmodell dahinter: Es bleiben eine ganze Reihe Fragen offen. Zum Beispiel: Ist das gerichtete Nachbestellen per Smartphone oder Laptop tatsächlich so mühsam, dass wir bereit sind, dafür unseren Haushalt mit Plastikklingeln auszustatten? Oder: Wollen wir einen Internetgiganten tatsächlich so nah in unsere vier Wände lassen? Relativ klar dürfte jedenfalls sein, dass der Dash Button nur der Vorbote einer ganz neuen Geräteklassen sein wird.

Ein Problem jedenfalls scheint das Konzept bereits im Vorhinein ausgeschlossen haben: Eine Mehrfachbestellung „aus Versehen“ soll nicht möglich sein. Das Betätigen des Knopfes löst einen Bestellvorgang aus – erst wenn die Ware geliefert wurde, kann erneut bestellt werden. Vielleicht hat man sich bei diesem Sicherungsmechanismus dabei von folgendem Adobe-Spot inspirieren lassen:

Bildquellen: Amazon.com (07/2015)

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Daniel Bochow

Daniel Bochow

Marketing Manager, Hum-ID GmbH

Daniel Bochow (36) ist Marketing-Manager der Hum-ID GmbH und berät als Partner der Kommunikationsagentur F&B BERLIN Verlage, Verbände und Start Ups im Bereich Markenaufbau und Onlinekommunikation. Hier schreibt er über Neuigkeiten aus den Bereichen Industrie 4.0, Smart Home und neue Kommunikationsstrategien des Handwerks.