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Smart bis unters Dach – Teil 14: Der heisse Ofen

By Juni 22, 2015 No Comments

Endlich ist er da. Der smarte Ofen von June. Michael Wolf von unserem favorisierten Smarthome-Podcast The Smarthome Show hat sich kaum noch eingekriegt, als der intelligente Küchenhelfer Anfang Juni vorgestellt wurde. Kein Wunder. Der Smart-Home-Versteher ist leidenschaftlicher Fan der Smart Kitchen. Was kann nun der clevere Ofen? Was macht ihn wirklich smart? Und: wann kommt er? Antworten in der 14. Ausgabe unserer Serie „Smart Home bis unters Dach“.

Die Kollegen von entrepreneur.com hatten beim June Oven spontan die Assoziation zu den Jetsons. Doch der Ofen ist mehr als überkandidelter Technikschnickschnack. Es lohnt der Blick aufs Detail.

„Ein Computer, der kocht“ – Internet der Dinge, richtig gedacht

Schöne Worte zu Beginn der Produktpräsentation: June ist kein Ofen mit einem Computer, „June ist ein Computer, der kocht“, so verspricht es das Küchenmodell auf der gerade gelaunchten Produktwebsite „juneoven.com“. Damit dreht der Smart Home Hersteller erst einmal den Spieß um, den er später braten will. In der Tat ist das eine clevere Positionierung, die auch bestens zum Gerätedesign und den versprochenen Funktionen passt. Klassische Küchengerätehersteller, die auf den Smart Home-Zug aufspringen wollen, gehen natürlicherweise den anderen Weg. Sie pappen ein Display an den Headliner ihrer neuesten Produktlinie, kleben ein WLAN-Modul dran und fertig ist der intelligente Backofen. Doch das missversteht die Grundidee des Internets der Dinge. June denkt andersherum.

Heiße Rechenpower – 2.3 GHz im Ofen

Für uns aus der alten Welt sieht das Ergebnis dieses Denkens dann zunächst einmal auch enttäuschend aus. Der Ofen mutet ein wenig wie eine zu groß geratene Mikrowelle an. Das soll ein High End Ofen sein? Ja. Denn innen drin steckt mehr als nur ein WLAN Modul. Der Silberling verbirgt im Inneren einen NVIDIA 2.3 GHz quad-core CPU Prozessor – eine luxoriöse Rechnerausstattung also, auf die etwas betagte Macs schon fast neidisch schielen würden. Ein 5-inch Farbdisplay dient als Bedienkonsole, bietet per default eine App-Übersicht an, ganz wie ein Smartphone. Die darauf abgebildete Font-Ästhetik erinnert in ihrem Minimalismus und ihrer Farbwahl stark an die Nest-Produkte.

 
 
 
 
 

Wenn das Steak gestalkt wird… Kamera in HD

Herzstück des heißen Eisens ist jedoch die Kamera, die in Full HD Bilder aufnehmen und senden kann. Hier macht es das erste Mal „Wow“. Denn wir stolpern hier über ein Feature, das einen echten Mehrwert bietet: Gerade Backexperimente verzeihen es nicht, wenn man die Ofentür zur Sichtkontrolle öffnet. Aus einem fluffigen Käsekuchen kann da ganz schnell ein träger Sahnehaufen werden. Die dafür verantwortliche Zugluft gibt es beim June nicht. Der optische Status der kulinarischen Inhalte kann übers Smartphone kontrolliert werden. Die Kamera macht also mehr als nur Food-Selfies in Echtzeit. Mit der Kamera soll es zudem möglich sein, voreingestellte Programme zu aktivieren, denn die Kamera erkennt, was in den Ofen kommt. Das Prinzip ist vielen digitalen Fotoarchivaren sicher bekannt. Statt Face-Recognition könnte es beim June „Meal-Recognition“ heißen. Der Rechner gleicht in der Hitze des Gefechts den Backofeninhalt mit Tausenden von Essensfotos ab und ermittelt so den wahrscheinlichsten Inhalt. Frei nach dem Motto „When-this-then-that“ spult June dann ein Softwareprogramm ab und schlägt dem Hobbykoch Zubereitungsarten auf dem Smartphone und abgeschmeckte Kontrollmöglichkeiten auf dem Display vor.

Mehr als Vage: Die integrierte Waage

Zwei weitere Features lassen aufhorchen. So verfügt der kleine „Countertop Oven“ über einen Gewichtssensor – die Oberfläche kann also zum Abwiegen von Zutaten benutzt werden und macht damit zusätzliche Kochequipment überflüssig.

Und schließlich eine Funktion, die bei wirklich smarten Geräten zum Standard gehört: Die Software updated sich automatisch. Und damit tut der June tatsächlich einen großen Schritt. Was wir heute bei Smartphones als Selbstverständlichkeit erachten, hat sich bei anderen Gerätetypen noch längst nicht herumgesprochen.

Bleibt aktuell: Updates aus dem Netz

Defacto heißt das, dass der June sein Leben lang neue Funktionen auf seine vorhandene Hardware laden kann und gerade auch was das Thema Design angeht ständig auf dem Laufenden bleibt. Hier handelt es sich um nicht mehr und nicht weniger als die Achilles-Ferse von Smart Kitchen Devices. Kühlschränke, Öfen, Spülmaschinen: Die großen Drei der Küche werden für eine extrem lange Funktionsfähigkeit entwickelt. Kunden erwarten (zu Recht), dass ihre Küchengeräte auch in 10 Jahren noch einwandfrei funktionieren – und ganz nebenbei auch in 10 Jahren noch eine Designsprache sprechen, die nicht veraltet aussieht. Dieses Kunststück könnte dem June mit seiner einigermaßen zurückhaltenden Optik und der bewussten Reduzierung offensichtlicher technischer Komponenten gelungen sein. Kein Wunder, zum Entwicklerteam zählen laut theverge.com frühere Apple Ingenieure. Warum das so wichtig ist? Stellen Sie sich einen Kühlschrank vor, der vor zwei Jahren mit einem angeschraubten iPad der damals aktuellen Version ausgeliefert worden wäre. Heute, zwei Jahre später würden Sie damit keinen Käufer mehr – haha – hinter dem Ofen hervorholen. Die Sichtbarkeit des technischen State-of-the-Art spricht der Langlebigkeit von elektronischen Devices für den Haushalt entgegen.

Heißes Teil – heißer Preis

Hinter June stehen neben Ex-Apple-Mitarbeitern laut wired.com auch ehemalige Entwickler und Designer von Google, Go Pro und dem sozialen Netzwerk Path (das in Deutschland leider nie den Durchbruch schaffte). Wir sind gespannt auf den June. Für schlappe 95$ kann man das Gerät zur Zeit reservieren. Rund 1.500$ wird für den June dann als Ganzes fällig. Teurer wird’s ohne Reservierung: Der reguläre Marktpreis soll nach der Orderphase (die Standesgemäß im JULI endet) bei 2.995$ liegen. Allerdings hat man genug Zeit zum sparen: Laut Hersteller wird der Ofen erst im Frühjahr 2016 ausgeliefert.

Fans smarter Hauselektronik sind begeistert. Wir sind gespannt. Und bis dahin machen wir uns erst mal einen Tee. Wie einst Captain Picard.

Bildnachweis: June, Firmenwebseite (06/2015)


Über die Serie 'Smart bis unter Dach'

Als Hersteller für intelligente Dachkontrolle mittels strom- und batterieloser Sensoren beschäftigen wir uns in unserem Internetspecial mit Trends und Thesen zum Smart Home von morgen.

Eine Übersicht der Themen finden Sie unter www.hum-id.com/smart-home

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Daniel Bochow

Daniel Bochow

Marketing Manager, Hum-ID GmbH

Daniel Bochow (36) ist Marketing-Manager der Hum-ID GmbH und berät als Partner der Kommunikationsagentur F&B BERLIN Verlage, Verbände und Start Ups im Bereich Markenaufbau und Onlinekommunikation. Hier schreibt er über Neuigkeiten aus den Bereichen Industrie 4.0, Smart Home und neue Kommunikationsstrategien des Handwerks.