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Smart Home bis unters Dach – Teil 12: „Du kommst hier nicht rein“ – Zugangsberechtigung per Gesichtserkennung

By Mai 26, 2015 No Comments

Im zwölften Teil unserer Smart Home Serie geht es um intelligente Türsteher. Die Türkamera war in den 90er Jahren ein Accessoire von sündhaften teuren Stadtvillen. Zu Gesicht bekam man sie als Normalbürger meist nur bei der Ermittlungsarbeit von Horst Tappert und Fritz Wepper, wenn sie in „Derrick“ die Alibis von gut betuchten Verdächtigen überprüften. Dank des Smart Home Booms wird die Technik erschwinglich und kann mittlerweile deutlich mehr. Nicht nur vor dem Hintergrund der Datenschutzdebatte stellt sich in diesem Segment allerdings dringlicher denn je die Frage: Muss alles, was kann?

Big Daddy is watching you

Die Identifikation von registriertem Personen ist eine Schlüsselaufgabe von Türkameras im Rahmen von vernetzten Alarmanlagen. Mit den Produkten des amerikanischen Marktführers Dropcam, der mittlerweile auch zum Google-Konzern gehört, lassen sich nicht nur die Vorgänge vor der Haustür, sondern auch diejenigen innerhalb der eigenen vier Wänden selbst vom anderen Ende der Welt aus auf dem Smartphone kontrollieren.

Volle Kontrolle der Vorgänge im Wohnzimmer

Mitte 2014, also gerade einmal drei Monate nachdem Nest von Google gekauft wurde, verleibte sich eben jener Home Automation Hersteller Dropcam ein. Für eine halbe Milliarde Dollar verschafft sich damit der Internetgigant über die Hintertür Zutritt zu einem weiteren wichtigen Bereich der Smart Home Peripherie. Drop Cam ist wie viele führende Smart Home Anbieter beheimatet in San Francisco und bietet mit den Produkten Dropcam und Dropcam Pro cloudbasiertes Überwachungsstreaming für Privatkunden. Die im Haus aufgestellten Kameras können permanent Bewegtbilder aufnehmen und diese bei Bedarf via Cloud zur Verfügung stellen.

Verdächtige Momente als video-on-demand

Das multifunktionale System erlaubt dem Nutzer, sensible Bereiche im Bildausschnitt (z.B. Fenster und Türen) zu markieren. Sobald hier Bewegung registriert wird, erhält der Nutzer eine Notification und kann die entsprechende Stelle von überall auf der Welt aus ansehen. Im Grunde ist Dropcam nichts anderes als eine weitergedachte Version des guten alten Babyphones. Seitdem Dropcam zu Nest gehört, sind auch eine Reihe weitere Services im Programm, die durch die Verbindung mit dem Rauchmelder und dem Thermostat von der Mutterfirma möglich wurden. Unbegrenzte Möglichkeiten also? Ja, aber keine uneingeschränkte Begeisterung. Der folgende Clip vom Hersteller selbst versucht auf humorvolle Weise den Grundvorwurf an Home-Streaming-Dienste zu entkräften. Wir Europäer finden den kurzen Film aber gar nicht so lustig. Denn mit Dropcam holt man sich den Big Brother auf die Wohnzimmercoach.

Klingt wie NSA-Methoden: Face Recognition als Zutrittserlaubnis

Der konkurrierende Anbieter Simplicam geht einen Schritt weiter als Dropcam. Denn anstatt nur Livebilder von Zuhause aufzunehmen, zu archivieren und zur Verfügung zu stellen, bietet Simplican das Killerfeature Gesichtserkennung. Bis zu 10 Gesichtsprofile können angelegt werden. Das Videomaterial wird also um eine entscheidende deanonymisierende Variable ergänzt.

Für die Zutrittsberechtigung ist das Verfahren durchaus sinnvoll. So kann in Verbindung mit dem Türschloss festgelegt werden, dass der Zutritt zum Haus nur denjenigen Personen gestattet ist, die laut Definition zu den Bewohnern gehört. Der sonntagnachmittägliche Überfall der Schwiegermutter kann so also vermieden werden. Tatsächlich macht Simplicam tatsächlich damit Werbung, dass man den Kontakt zu seinen Haustieren pflegen kann, wenn man z.B. auf Geschäftsreise ist.

Man sollte sich vor der Anschaffung der Geräte allerdings im Klaren sein, dass man trotz Sicherheitszertifikaten und Datenschutzzusagen extrem persönliche (Live-) Daten von wirtschaftlich orientierten Firmen archivieren lässt. Zumindest in Deutschland wird die Markteinführung der beiden beschriebenen Systeme nicht ohne eine breite gesellschaftliche Debatte von statten gehen.

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Über die Serie 'Smart bis unter Dach'

Als Hersteller für intelligente Dachkontrolle mittels strom- und batterieloser Sensoren beschäftigen wir uns in unserem Internetspecial mit Trends und Thesen zum Smart Home von morgen.

Eine Übersicht der Themen finden Sie unter www.hum-id.com/smart-home

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Daniel Bochow

Daniel Bochow

Marketing Manager, Hum-ID GmbH

Daniel Bochow (36) ist Marketing-Manager der Hum-ID GmbH und berät als Partner der Kommunikationsagentur F&B BERLIN Verlage, Verbände und Start Ups im Bereich Markenaufbau und Onlinekommunikation. Hier schreibt er über Neuigkeiten aus den Bereichen Industrie 4.0, Smart Home und neue Kommunikationsstrategien des Handwerks.

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