Wer denkt, dass Regierungsgebäude vor der sickernden Gefahr gefeit sind, muss sich im Herbst 2009 – kurz nach der Wahl – eines besseren belehren lassen. Die „Waschmaschine“ wie das Bundeskanzleramt von den Berlinern liebevoll genannt wird hat einen Dachschaden.

Im Frühjar 2010 wird das Flachdach des Hauptgebäudes aufwändig saniertRisse bildeten sich an der Außenhaut des 1.200 Quadratmeter großen Gebäudes, große Teile des Prachtbaus erwiesen sich als undicht. Und das erst knapp 10 Jahre nach Fertigstellung des Regierungssitzes. Da viele der Schäden erst nach Ablauf der Gewährleistung entdeckt wurden, wurde die Sanierung teuer. Die Mängel, die bei Planung und Durchführung entstanden sind, werden häufig entdeckt, wenn es schon zu spät ist.

Eine systematische Leck-Ortung zur Übernahme und kurz danach hätte mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich früher Aufschluss über die Mängel gegeben. Frühzeitige Gegenmaßnahmen, wie z.B. die punktuelle Sanierung, hätten große Teile der dann nötigen Reperatur- und Materialkosten minimieren können.

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