Tracergasverfahren

Das Tracergasverfahren ist eine Weiterentwicklung des Nebelsimulationsverfahrens. Auch hier muss Kies oder die Begrünung entfernt werden um einen Stutzen einzubauen, über den das Tracegas, eine Mischung aus Stickstoff und Wasserstoff in den Dachaufbau eingeblasen wird.

Durch die undichten Stellen tritt dieses Gas wieder und kann mit einem Gasdetektor erkannt werden. Wie bei dem Nebelsimulationsverfahren liegt das Problem in dem kostenintensiven Messverfahrensaufbau, sowie auch in der Beeinträchtigung der Ergebnisse durch die Vermischung mit der Außenluft – es können undichte Stellen leicht übersehen werden.

HUM-ID System

Die Hum-ID Sensoren werden beim Neubau oder der Sanierung von Dächern in die Dachkonstruktion integriert. Die passiven Sensoren können individuell nach Erfordernis platziert werden. Bereits bei der Abnahme der Dachabdichtung kann die Dichtigkeit des Daches eindeutig überprüft werden. Bei der Begehung des Daches werden die Daten der Sensoren an das Lesegerät kabellos übertragen. Die Messergebnisse liegen sofort vor – wird Nässe im Dachaufbau detektiert, gibt das Lesegerät eine Warnmeldung aus.

Die Überprüfung einer Dachfläche ist wetter- und temperaturunabhängig und kann in kürzester Zeit durchgeführt werden. Geschultes Personal ist dafür nicht erforderlich. Dachauflasten wie Kies, Vegetationsschichten von Gründächern oder Betonplatten müssen für die Messung nicht zurückgebaut werden.

Die Kontrolle einer Dachfläche kann praktisch zu jedem beliebigen Zeitpunkt durchgeführt werden. Es ist dadurch möglich, Schäden an der Abdichtung schon in einem frühen Stadium zu erkennen. Durch regelmäßige Kontrolle der Dachflächen können Folgeschäden am Bauwerk und die Nutzungseinschränkung der Mietflächen verhindert werden.

 

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