Nach dem ausführlichen Vergleich unterschiedlicher Dachkontrollsysteme in der Ausgabe 6/2014 und der ausführlichen Vorstellung von Hum-ID als intelligentes Frühwarnsystem im Dezember letzten Jahres, beschäftigt sich die Dach und Holzbau im aktuellen Heft mit dem Einsatz der Sensortechnik im Holzbau. Einen Ausschnitt lesen Sie hier.

 

Dichtigkeitsprüfung für die Zukunft

Erschienen in der Dach + Holzbau, Ausgabe 6/2015

Dachkontrollsysteme sind auch für den Holzbau interessant. Mit einem kabellosen System aus Sensoren, die entweder beim Bau oder nachträglich in die Dachhaut integriert werden, arbeitet Steffen Holzbau. Auch beim jüngst fertiggestellten Objekt wurde das System integriert

Ein hoher Vorfertigungsgrad, Präzision und Flexibilität sowie die relativ leicht zu gewährleistende Qualitätssicherung sind klare Vorteile des Holzbaus. Auch energetische Sanierungen mit vorgehängten Fassadenelementen lassen sich durch die hohe Vorfertigung schnell durchführen, weshalb gerade bei Bildungsstätten das Bauen mit diesem Werkstoff immer mehr in Mode kommt, da Sanierungen in der schulfreien Zeit getätigt werden müssen. Doch Holzbau hin oder her: Die Dach-Dichtigkeit ist bei Flachdächern immer eine gewisse Problematik, die – bei eindringender Feuchte – schnell zu einem aufwendigen und damit teuren Problem werden kann.

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Den gesamten Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6.2015 der Dach und Holzbau, eine Übersicht aktueller Presseberichte finden Sie in unserem Pressebereich.

Das Unternehmen Steffen Holzbau aus Luxemburg hat genau für diese Problematik eine Lösung gefunden. Bei ihren hochwertigen und optisch ansprechenden Objekten baut der Holzbau-Spezialist aus Grevenmacher in jedes Dach das Dachkontrollsystem Hum-ID ein. Batterie- und kabellose Nässe-Sensoren, die in das Dach integriert werden, überwachen die Dachabdichtung permanent. Schon bei der Abnahme kann so die Dichtigkeit überprüft und dokumentiert werden.

Batterie- und kabellose Übertragung
Seit dem ersten Einbau des Systems bei einer Kindertagesstätte in Luxemburg ist das Unternehmen überzeugt von der einfachen, wirkungsvollen und dauerhaften Methode. Die einzelnen Sensoren besitzen sogenannte RFID-Chips. RFID steht für Radio Frequency Identification, die Technik erlaubt die batterie- und kabellose Übertragung von auf dem Chip gespeicherten Informationen durch die Luft und durch unterschiedliche Dachaufbauten hindurch. Mit einem Dachscanner kann man so ohne das Dach zu öffnen die Informationen von jedem einzelnen Sensor auslesen. Neben einer individuellen Identifikationsnummer übermittelt der Chip dabei die zentrale Information, ob es in seiner Umgebung nass oder trocken ist.

Einbau in die Wärmedämmung
Weil keine weiteren Geräte oder zusätzlichen Messinstrumente verbaut werden müssen, wird das Kontrollsystem bei Warmdächern in einem Schritt mit der Wärmedämmung eingebaut. Für Steffen Holzbau war aber nicht nur der unkomplizierte Einbau und die einfach durchzuführende Kontrolle ausschlaggebend. Das Unternehmen sichert sich bei jedem neuen Projekt nach Fertigstellung des Dachs mit dem ersten Kontrollgang durch den Dachdecker mit dem Dachscanner selbst ab. Die Ergebnisse der Kontrolle werden als Berichte im Gerät abgespeichert und können so als Beleg für die Dichtigkeit dienen.

Die Kontrolle kann auch im Betrieb jederzeit durchgeführt werden – egal ob bei der turnusmäßigen Wartung oder nach heftigen Unwetterperioden, die das Dach stark belasten können. Damit folgt das System einem generellen Trend im öffentlichen und gewerblichen Bau: Die Nachfrage nach verlässlichen Kontrollmöglichkeiten von Abdichtungen und Dämmeigenschaften von Baumaterialien steigt – auch aufgrund des gestiegenen Kostenbewusstseins auf Seiten des Auftraggebers. Eine punktgenaue Bestimmung des Dachzustands ermöglicht schließlich die Eindämmung von Sanierungskosten.

Einbaubeispiel Bildungsstätte in Luxemburg
Nach dem Aufbringen der Dampfsperre sollte das Dach der Bildungsstätte Maison relais op Hudelen (im luxemburgischen Schifflange) pro Quadratmeter mit einem Sensor ausgestattet werden. Die optimale Position der Sensoren ist bei Warmdächern die Unterseite der Wärmedämmung. Im konkreten Fall wurde eine EPS Wärmedämmung mit einer Dicke von 300mm und PUR Dämmplatten (140 – 240mm) verwendet. Das System kann prinzipiell auch bei allen anderen Dämmungen eingebaut werden. Jeden Meter wurde mit einem Klingenmesser ein etwa 30 x 110 mm großer Schlitz in die Unterseite der Wärmedämmung geschnitten und der Sensor entsprechend dem Aufdruck in die Kerbe geschoben. Die Sensoren stehen damit quasi auf der Dampfsperre und können vorhandene Nässe, die auf Leckagen zurückzuführen ist, detektieren. Anschließend wurde von den Dachhandwerkern die Wärmedämmung wie üblich verlegt und die Abdichtung aufgebracht. Im nächsten Schritt wird das Dach vom Handwerker Schritt für Schritt abgegangen, um sämtliche verlegte Sensoren mit dem Dachscanner „im Vorbeigehen“ zu erfassen und abschließend per Touchscreen-Eingabe dem Bauvorhaben zugeordnet. Nach erfolgreichem Einlesen kann das gerade angelegte Bauvorhaben im Scanner aufgerufen und die eigentliche Dachkontrolle durchgeführt werden. Dafür wird das Dach wieder Schritt für Schritt abgegangen und jeder Sensor abgefragt. Optische und akustische Signale weisen dabei auf nasse Sensoren hin. Das Ergebnis der Kontrolle wird automatisch gespeichert und kann anschließend auf PC oder Mac übertragen werden.

 

Über Hum-ID
Hum-ID wendet sich an Planer, Architekten und Bauherren. Es ist für alle gedacht, die bei ihren Bauprojekten absolute Sicherheit haben wollen, an dem langfristigen Werterhalt der Immobilie interessiert sind und hohe Sanierungskosten als Folge von Undichtigkeiten im Dach vermeiden wollen. Nicht nur als Kontrolle bei der Abnahme, sondern auch als effektives Instrument zur regelmäßigen Überprüfung der Dichtigkeit ist Hum-ID das perfekte System. Hum-ID ist das Gütesiegel für das moderne Flachdach.

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